Gewalt in der Kindererziehung

Früher war es gang und gäbe, Kinder bei Ungehorsam einen Klaps auf den Po oder eine Ohrfeige zu geben. Und auch heute noch scheinen diese Erziehungsmethoden bei einigen Eltern so praktiziert zu werden. Doch ist Gewalt in der Kindererziehung wirklich angebracht? Viele Streits und Auseinandersetzungen lassen sich auch mit Worten regeln, die für Kinder allerdings mindestens genauso verletzend sein können wie Schläge. Besonders schlimm ist es, wenn die Eltern gar nichts mit der Brutalität zu tun haben, sondern die Kinder im Kindergarten geschlagen werden. Zu solch einem Fall bezog Dr. Johannes Öhlböck, Anwalt aus Wien, in der Fernsehsendung „Pro und Contra – die AustriaNews Talk“ Stellung. Dieser ereignete sich im Kinderheim Wilhelminenberg, in dem grausame Erziehungsmethoden zum Alltag gehörten. Dass hier auch Vergewaltigungen geschehen sein sollen, streitet eine ehemalige Mitarbeiterin jedoch ab, wie Sie auch hier lesen können.

Die Sendung, in der Rechtsanwalt Öhlböck auftrat, befasste sich mit längst vergessenen Themen. Die Teilnehmer diskutierten über die Rolle der Medien bei verschiedenen Missbrauchsfällen. Die Gesprächsrunde gehörten die ehemalige Heimmitarbeiterin Ute Bock, der Journalist Georg Hönigsberger und der ehemalige ZIB-Moderator Gerald Gross an. Doch auch wenn sich die meisten Eltern heutzutage aus gutem Grund für eine gewaltfreie Erziehung entscheiden, wollen Sie Ihren Kindern dennoch Respekt mitgeben und Ihnen Grenzen aufzeigen. Immer öfter kommt es dann in Extremfällen, wenn das Kind z. B. partout nicht hören will, zu kleinen Handgreiflichkeiten. Inwiefern diese gerechtfertigt sind, lässt sich nicht klar abgrenzen. Grundsätzlich ratsam ist, dass Eltern versuchen, alle Probleme ohne Gewalt zu lösen, keine erniedrigenden Wörter verwenden und viel Verständnis zeigen. Nur dann entsteht auch ein harmonisches Familienverhältnis.

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