ASOZIAL SOZIAL – EHRENAMTLICHE HELDEN
Sind Sie sozial? Viele würden diese Frage mit „Ja“ beantworten. Denn schließlich tut man niemandem etwas böses, man bedauert Bettler und Obdachlose und gibt ihnen hin und wieder eine kleine Spende, man hat Mitleid mit Katastrophenopfern und schmeißt seine abgetragenen Kleidungsstücke nicht in den Müll, sondern in den Altkleidercontainer.
Für die meisten Menschen ist damit das Thema Armut, Obdachlosigkeit, Hunger und Kriminalität damit schon abgehakt. Schließlich kann man ja nichts dafür, dass es den anderen so schlecht geht und außerdem hat man noch seine eigenen Probleme. Doch genau darin besteht der Unterschied: Hilfe, um das eigene Gewissen zu beruhigen oder Hilfe, die den sozial Schwachen wirklich hilft!
Soziales Engagement wird oftmals sogar als vergebliche Liebesmüh und vergeudetes Geld betrachtet – ein Zustand, der sich vor allem durch die Hartz IV Gesetze, die Einwanderungsgesetze und die zunehmende Kriminalität auf den Straßen in den letzten Jahren verhärtet hat. Und leider ist von Politik und Wirtschaft auch in den nächsten Jahren keine Verbesserung in der Sozialpolitik zu erwarten. Denken wir nur an die Abschaffung der Zivis und die geschönten Arbeitslosenzahlen. Der Staat fühlt sich eher für die Rettung von Banken und anderer EU-Staaten verantwortlich. Also hängt dass Wohl unserer nächsten Mitmenschen von uns selbst ab.
Wir haben uns deshalb auf die Socken gemacht, um mit verschiedenen Aktionen dort zu helfen, wo es gebraucht wird: auf den Straßen. In unserer Freizeit kämpfen wir für Unterkünfte und sammeln Kleidung für Obdachlose, wir organisieren kostenlose warme Mahlzeiten, wir helfen kranken und alten Menschen dabei, ihren Alltag zu bewältigen und sprechen mit Jugendlichen über ihre Chancen auf ein besseres und sinnvolles Leben. Wir gründen Theatergruppen, Sportvereine und organisieren Spendenaktionen für Bedürftige. Oftmals stoßen wir dabei auf Gleichgültigkeit und die gleiche Ablehnung, die auch jenen entgegentritt, denen wir helfen wollen, daher der Name. Aber meist wird unser Engagement mit großem Dank angenommen. Auf diesen Seiten berichten wir über die schönen und schwierigen Momente unserer Arbeit, erzählen über Schicksale aus unserer direkten Nachbarschaft und von einem Ehrenamt, dass mehr sein kann als ein Tropfen auf den heißen Stein.